Mohrweiler in der schönen Eifel Artikel drucken

von Sascha Bialek

Bild01In nächster Umgebung sind Ausflüge möglich in unsere schöne Kreisstadt Bitburg, evtl. verbunden mit einer Führung in der Bitburger Brauerei, in die Kreisstadt Wittlich mit einem gemütlichen Spaziergang in der Innenstadt, nach Trier an die Mosel, verbunden mit einer Moselfahrt, nach Daun an die Maare, ein Bummel in Prüm, in den Eifelzoo Lünebach, in den Wildpark Gondorf oder zu unseren Nachbarn in das Großherzogtum Luxemburg. Die umliegenden Ortschaften Bruderholz, Erntehof, Kyllburg, Malberg, Malbergweich, Neidenbach, Neuheilenbach, St. Thomas und Staffelstein bieten sich für schöne Wanderungen durch die direkt angrenzenden Wälder und Täler an.

Der Ortsteil Mohrweiler liegt in einem reizvollen Wandergebiet ca. 500 m über NN in der Waldeifel. Es führt nur eine Serpentinenstraße von Malberg nach Mohrweiler. Die Steigung ist enorm. Einen anderen Zugang mit dem Auto gibt es nicht. Man kann allerdings zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Neidenbach, Malbergweich, St. Thomas und von Kyllburg nach Mohrweiler.

Die Wandergebiete erstrecken sich überwiegend durch den sogenannten "Sieben-Gemeinde-Wald". Am Anfang des "Sieben-Gemeinde-Waldes" befindet sich noch der alte Brunnen. Von diesem Brunnen wurde früher das Wasser mit dem sogenannten "Joch" nach Mohrweiler getragen.

Ca. 1,5 km weiter befindet sich das Eisenmännchen. Dort ist ein gemütlicher Ruhe- und Rastplatz für die Wanderer eingerichtet. Mohrweiler ist Ortsteil der Gemeinde Malberg und gehört zur Verbandsgemeinde Kyllburg. Es liegt im südlichen Teil des Kreises Bitburg-Prüm.

Der Ortsteil hat ca. 180 Einwohner. Die Einwohnerzahl des Ortsteils Mohrweiler wächst. Immer mehr junge Familien bauen sich ihr Eigenheim hier, aber auch aus den Großstädten zieht es die Rentner nach Mohrweiler um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Ausländer haben wir in Mohrweiler keine.

In der Gemeinde Malberg gibt es einen Gemeinderat. 3 Mitglieder des Gemeinderates sind aus Mohrweiler.

In der vorhergehenden Wahlperiode des Gemeinderates stellte der Ortsteil Mohrweiler den Bürgermeister und 5 Gemeinderatsmitglieder.

Der Ortsteil Mohrweiler ist wie auch die Gemeinde Malberg sehr hoch verschuldet und das schon seit vielen Jahren. Die Einnahmen der Gemeinde Malberg bestehen z. B. in der Gewerbesteuer. Im Ortsteil Mohrweiler gibt es 4 Gewerbebetriebe, zwei Hotels und zwei Firmen. In diesen Gewerbebetrieben gibt es ca. 5 Beschäftigte. Arbeitslose, soweit bekannt, gibt es keine.

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Mohrweiler sind geschlossen.

 

Weitere Einnahmen:

  • Hundesteuer
  • Grundsteuer A + B
  • Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer
  • Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer
  • Zuweisungen vom Land Rheinland-Pfalz
  • Bedarfszuweisungen z. B. f. d. Beleuchtung der Strassen
  • Schlüsselzuweisungen
  • Konzessionsabgabe vom RWE
  • Friedhofsgebühren
  • Benutzungsgebühren für die Gemeindehalle
  • Pachteinnahmen z. B. für Wiesen etc.
  • Fremdenverkehrsbeiträge
  • Einnahmen vom Gemeindewald

 

Ausgaben:

Bei den Ausgaben der Gemeinde unterscheidet man zwischen einem Vermögenshaushalt und einem Verwaltungshaushalt. Der Vermögenshaushalt besteht überwiegend aus Krediten für Anschaffungen größerer Art. Er ist eigentlich immer ausgeglichen. Der Verwaltungshaushalt besteht aus den laufenden Ausgaben. Er ist fast doppelt so hoch wie die Einnahmen.

Dazu gehören z.B.:

  • Aufwendungen für ehrenamtliche Tätigkeit (Gehalt des Bürgermeisters)
  • Beschäftigungsentgelte f. Gemeindearbeiter
  • Gewerbesteuerumlage (anteilige Abgabe an die Verbandsgemeinde)
  • Kreisumlage (z. B. für die Instandhaltung der Kreisstrassen)
  • Verbandsgemeindeumlage
  • Umlagefonds Deutsche Einheit (Solidarbeiträge f. d. Osten)
  • Sozialversicherung, Haftpflichtversicherung usw.
  • Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit
  • Kosten für die Internetpräsentation
  • Bezugs- und Austragungskosten für die Bürgerzeitung
  • Denkmalpflege (Blumenschmuck für Kriegerdenkmal am Volkstrauertag)
  • Gemeindeanteil an der Sozialhilfe
  • Anteilige Erstattung ungedeckter Personal- und Sachkosten für Kindergärten
  • Kosten für die Instandhaltung und Pflege der Kinderspielplätze
  • Unterhaltung der Straßenbeleuchtung
  • Leistungsvergütung an das RWE
  • Friedhofsausgaben (sind höher wie die Einnahmen)
  • Ausgaben für das Dorfgemeinschaftshaus (Kredite)
  • Kosten die Entstehen für Werbeprospekte etc. für den Fremdenverkehr
  • Gemeindewald (Löhne u. Gehälter für die Arbeiter, Aufwendungen für einen Unternehmereinsatz, Bewirtschaftung der Grundstücke
  • Kreditausgaben (Verzugszinsen, Kontoführungskosten usw.)

 

Die Einnahmen und Ausgaben die, die Gemeinde Malberg hat, treffen auch für Mohrweiler zu. Es ist nicht abzusehen, dass die Gemeinde Malberg und damit auch Mohrweiler in absehbarer Zeit diesen Schuldenberg abbauen kann. Die Verkehrsverbindungen von Mohrweiler sind schlecht. Die Busse fahren um 6.30 Uhr, 7.30 Uhr und 8.10 Uhr nach Malberg oder Kyllburg dort gibt es nicht immer einen Anschlussbus oder Zug nach Bitburg, Prüm, Gerolstein, Wittlich oder Trier. Mittags kommt der letzte Bus um 14.15 Uhr. Danach besteht keine Möglichkeit mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln Mohrweiler zu erreichen.

Gelegenheit um etwas Einzukaufen gibt es in Mohrweiler nicht. In Malberg gibt es einen "Tante-Emma-Laden". Die nächsten Möglichkeiten um einzukaufen befinden sich in Kyllburg oder Bitburg. Einige Verkaufsautos wie z. B. Heiko, Hochwald, Landkost, Eismann, Bofrost besuchen den Ort. Jeden Tag kommt ein Bäcker, einmal die Woche der Getränkehändler und der Eierverkäufer.

Die Kinder besuchen den Kindergarten in Kyllburg oder die Kindertagesstätte in Badem. Sie fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Kindergarten Kyllburg. In die Kindertagesstätte Badem müssen sie mit privaten Pkw gebracht werden.

Die Schüler besuchen zunächst die Grundschule in Kyllburg. Später dann die Hauptschule Kyllburg oder Realschule oder Gymnasium in Bitburg, Gerolstein oder Trier.

Mohrweiler gehört zur Pfarrei Malberg. Im Ortsteil Mohrweiler gibt es einen Friedhof, einen großen Kinderspielplatz, ein Feuerwehrhäuschen sowie eine Kapelle.

Die kleine Filialkapelle in Mohrweiler wurde am 12. September 1909 eingesegnet und "Maria vom guten Rat" geweiht. Das Grundstück wurde seinerzeit gestiftet. Im Beschlussbuch des Kirchenvorstandes steht unter dem Datum vom 12. Juli 1908 folgender Text: "Der Theodor Scheuren aus Mohrweiler, hat der Kirche eine Parzelle angeboten zum Aufbau einer Kapelle in Mohrweiler. Es wird beschlossen, diese Schenkung mit bestem Dank anzunehmen und diese Parzelle auf den Namen der Pfarrkirche Malberg im Grundbuch eintragen zu lassen.

Viel älter als die Kapelle selbst ist aber die Glocke im Turm. Sie wurde seinerzeit für die Wallfahrtskirche in St. Johann, einem Ortsteil der Gemeinde St. Thomas, gegossen. In St. Johann läutete die Glocke den Pilgern, bis die dortige Kapelle in der napoleonischen Zeit profaniert und zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Die Inschrift der Glocke lautet: ,, St. Johannes Ora pro nobis, bitte für uns." Josef Hugo, Vater der langjährigen Küsterin Katharina Blum, holte die Glocke in St. Thomas ab und trug sie auf dem Rücken den Berg hinauf nach Mohrweiler. Eine Leistung, die auch den Menschen heute noch großen Respekt abverlangt. Instandgehalten wird die Kapelle von der Bürgergemeinschaft in Mohrweiler.

Auch der Ortsteil Mohrweiler stellt ein Mitglied im Pfarrgemeinderat.

Die freiwillige Feuerwehr Malberg hat auch einige aktive Mitglieder aus Mohrweiler. Sie tut auch in Mohrweiler ihren Dienst. Hält das Feuerwehrhaus instand, reinigt die Hydranten usw.

In Mohrweiler selbst gibt es den Verein zur heimatlichen Brauchtumspflege. Er setzt sich dafür ein, dass für die Kinder und Jugendlichen die Brauchtümer erhalten bleiben.

Zum Beispiel errichten die Kinder und Jugendlichen am Sonntag nach Fastnacht eine sogenannte "Hütte" aus Reisig und Holz. Wenn die "Hütte" fertig ist ziehen die Kinder und Jugendlichen durchs Dorf und Sammeln Eier, Butter, Mehl etc.. Aus diesen Speisen werden dann von dem Paar das zuletzt geheiratet hat Eierpfannkuchen gebacken. Am Abend wir dann die Hütte verbrannt und soll die bösen Geister vertreiben. Diesen Brauch gibt des in der Gemeinde Malberg nicht.

Seit über 50 Jahren gibt es in Mohrweiler immer am Ostermontag die Eierlage. Auch diese wird vom Verein geplant und durchgeführt. Im Jahre 1950 gründete der Düsseldorfer Herbert Gitsel den Bürgerverein Mohrweiler. Vorsitzender des Vereins wurde Peter Schmitt. Mit der Gründung des Vereins hatte Herbert Gitsel einen Traum verwirklichen können und veranstaltete im Jahre 1951, am Ostermontag mit seinem treuen "Gesellen" Peter Schmitt die erste Eierlage. Der Läufer legt eine Strecke von ca. 7 km durch Wald und Feld zurück, während der Raffer 101 rohe Eier im Abstand von 30 cm raffen muss. Er muss jedes Ei einzeln den einen Korb legen. Geht ein Ei kaputt, hat der Raffer verloren. Gewinnt der Raffer ist es Tradition, dass er das letzte Ei in die freie Natur wirft. Auch diesen Brauch gibt es in Malberg nicht.

Mohrweiler stellt einen eigenen Maibau auf und hat auch seinen eigenen Martinszug der in Zusammenarbeit von Gemeinde und Verein organisiert wird. Außerdem organisiert der Verein ein Kinderfest, Sommerfest und beschenkt an Nikolaus die Senioren.

Großes Engagement für den Ortsteil Mohrweiler, sei es für den Außenanstrich der Kapelle oder eine Glocke für den Friedhof, setzt sich Häns Schmitt ein. Er organisierte schon zweimal eine große Krippenausstellung. Über 74 Krippen aus allen Ländern die Herr Schmitt bereist hat sind zu sehen. Ausgestellt werden sie in der ehemaligen Tennishalle. Um aus dem Ortsteil Mohrweiler eine eigene Gemeinde zu machen, muss man gewisse Kriterien erfüllen und einen Antrag beim Land Rheinland-Pfalz stellen. Bis jetzt hat noch niemand einen solchen Antrag gestellt und wir bleiben weiterhin Ortsteil der Gemeinde Malberg.

 

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