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Gustav Heinz aus Malberg sammelt Utensilien vom Flugplatz Bitburg, und keiner will sie haben 2 0 0 6
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Mehr als 41 Jahre arbeitet Gustav Heinz bei den Amerikanern auf dem Flugplatz Bitburg. An Erinnerungstücken kommt da eine ganze Menge zusammen. Einen Teil seiner Sammlung würde er gerne im jetzigen Tower sehen. Dort möchte man seine Erinnerungen aber nicht.
Als Gustav Heinz im September 1994 die Air-Base Bitburg verließ, blickte er auf ein ebenso schönes wie interessantes Arbeitsleben zurück.
Im Mai 1953 hatte er als 20-Jähriger in der Schreinerei begonnen, bevor er in die Auftrags-Abteilung wechselte, in der Flugzeugteile registriert wurden, die zur Reparatur in die USA mussten. Später war der Malberger sogar für die Kontrolle zuständig. „Ich bin froh, dass ich dort gearbeitet habe, die Erinnerung an die Arbeit bei den Amerikanern ist absolut positiv", resümierte er.
Mit Stolz trägt der inzwischen 73-Jährige heute noch ein Sweatshirt mit dem Aufdruck „Bitburg Air-Base Germany", das ihm seine Kollegen zum Abschied schenkten.
Stolz ist Gustav Heinz, der es nach etlichen Verbesserungsvorschlägen bis zum Ehren-Sergeanten brachte, auch auf seine Sammlung aus dieser Zeit. Die lagert auf dem Spitzboden seines Hauses in Malberg und enthält eine Fülle von Erinnerungstücken an eine Zeit, die „Gus" wie die Amerikaner ihren Ehren-Sergeanten nannten, nicht missen möchte.
Da sind nicht nur Schilder, Schreibtischsets, Dienstgradabzeichen, Fotos und Bierkrüge, da befinden sich auch all die Auszeichnungen, die „Gus" Heinz im Lauf der Zeit für seine guten Leistungen und Ideen bekommen hat.
Was für ihn von hohem ideellem Wert ist, findet bei der jetzigen Flugplatzführung nicht die Beachtung, die sich Gustav Heinz wünscht.
Eigentlich wollte er einen Teil seiner Sammlung im Konferenzraum des jetzigen Flugplatz-Towers unterbringen. Doch dort wollte man die Sachen nicht, die laut Heinz als „Schrott" bezeichnet worden sind.
Auch der frühere Versuch, auf Vermittlung von Ex-Verbandsbürgermeister Willi Heyen in Spangdahlem Platz zu finden, scheiterte. „Da ganze Hin und Her ist eine Schande", sag „Gus" Heinz. „Es müsste doch möglich sein, die Sachen irgendwo unterzubringen,"
Die Ablehnung durch den Zweckverband Flugplatz Bitburg hat Gustav Heinz jedenfalls ziemlich enttäuscht. Als er vor ein paar Tagen im Tower abblitzte, „da habe ich ein Zeug geholt, bin zu CDU gefahren und aus de Partei ausgetreten", erzählt er,
Helmut Berscheid, Geschäftsführer des Zweckverbands Flugplatz Bitburg, kann die Enttäuschung von Gustav Heinz verstehen. Er (Berscheid) habe bereits vor einiger Zeit zusammen mit dem Bitburger Historiker Peter Neu überlegt, ob oder wie man ein Museum zu diesem Thema auf die Beine stellen könne. „Optimal wäre natürlich, wenn sich ein verein fände, der das übernehmen würde", sagt Berscheid. Schließlich müssen da Fachleute ran, die auch die Qualität der Exponate zu beurteilen hätten.
Und wie geht es nun weiter mit der Sammlung von Gustav Heinz?
„Am liebsten wär es mir, wenn jemand käme, der sich ernsthaft dafür interessiert, um damit was Sinnvolles anzustellen", erzählt Heinz. Vielleicht würde er die Sachen aber auch seinem Schwiegersohn geben, der in den USA bei der Air-Force arbeite. Heinz "Sonst bleibt es eben, wie es ist."
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Der Kommentar von Manfred Reuter zu: - Flugplatz Museum
Ein kleines Museum oder eine ähnliche Einrichtung zum Thema Air-Base Bitburg?
Gut das die Diskussion angestoßen wurde. Immerhin hat die Präsenz vieler tausend US-Soldaten und deren Familien das Leben in Bitburg und Umgebung über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt. Und noch heute besitzt das Gelände für viele Menschen öb seiner Größe, der außergewöhnlichen Bebauung, der zum Teil turbulenten Vergangenheit und nicht zuletzt wegen der heute vorhandenen Möglichkeit eine geradezu magische Anziehungskraft; einmal abgesehen davon, dass mit der im Raum stehenden Genehmigung des Flugbetriebes ein weiteres Kapital Bitburger Historie aufgeschlagen würde.
Von daher drängt sich der Gedanke, eine Art Museum zum Thema anzulegen, regelrecht auf. Und vielleicht findet sich wirklich eine sachkundige Person oder eine Gruppe, die der Zweckverband mit dem Projekt betrauen könnte.
Die Geschichte der Air-Base Bitbug hätte eine Einrichtung dieser Art jedenfalls verdient.
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Bericht / Bild: TV - Manfred Reuter 2006
Präsentation: Karl-Heinz Weis
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