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Sankt Martin 2006 Drucken

StMartin_2006Im Malberger Ortsteil Mohrweiler gibt es in diesem Jahr keinen St. Martinszug. Nachdem der Brauchtumsverein seine Aktivitäten eingestellt hat, müssen die Kinder in diesem Jahr erstmals nach Malberg.

Aus für den Martinszug in Mohrweiler. Die Kinder sind enttäuscht, weil in ihrem Dorf in diesem Jahr kein St. Martinszug geht. Nun müssen sie nach Malberg.

StMartin_2006

Viele Kinder aus Mohrweiler sind enttäuscht. Sie können nicht verstehen, warum in diesem Jahr in ihrem Dorf keine Martinszug startet. Auch etliche Eltern können nicht verstehen, warum es nicht möglich sein soll, die beliebte Brauchtums-Veranstaltung im Malberger Ortsteil fortzuführen. „Es ist niemand da, der es macht. Und der Bürgermeister hat sich nicht verpflichtet gefühlt“, sagt Beate Schmitt. Sie ist eine der Mütter, der es besonders Leid tut, dass St. Martin in diesem Jahr nicht den Weg nach Mohrweiler finden wird. „Im Prinzip waren in den vergangenen Jahren immer alle Einwohner dabei“, erzählt. Beate Schmitt und betont: „Es geht hier einzig und allein um unsere Kinder“. Immerhin gebe es in dem 180-Einwohner-Dorf noch etwa 20 Kinder zwischen zwei und vierzehn Jahren. Nachdem es nun auch keine Eierlage mehr gebe und das Maibaumaufstellen ebenfalls in Wasser gefallen sei, habe man in Mohrweiler praktisch gar nichts mehr.



„Das ist für die alle Kinder doof“



Seitens der Gemeinde Malberg sei ebenfalls keine Initiative ergriffen worden, sagt Beate Schmitt. Enttäuscht ist auch Sohn Nicolas: „Das ist für alle Kinder doof, besonders für die Kleinen“, sagt er. Mit all den Fackeln und Laternen sei es immer sehr schön gewesen am Martinsabend in Mohrweiler. Malbergs Ortsbürgermeister Friedel Hargarten sieht die Sache pragmatisch. Früher habe es den Brauchtumsverein gegeben, der sich leider aufgelöst habe, „weil die Mohrweilerer Bürger nicht bereit waren, dort verantwortlich mitzuwirken“.

Etliche Male seien die Bürger Mohrweilers zu Gesprächen eingeladen worden, aber es habe keinen Zuspruch gegeben. Die Konsequenzen: keine Eierlage, kein Maibaum, kein St. Martins und kein Weihnachtsbaum. Hargarten: „Und nun erwartet man von der Gemeinde, dass die den Martinzug macht“.

So also sind die Mohrweilerer Kinder in das drei Kilometer entfernte Malberg eingeladen, um dort ihren Brezel in Empfang zu nehmen. Dort Organisiert der Musikverein den Zug, unterstützt wird er dabei von der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendgruppe. Der Zug startet dort am Samstag, 11. November, 18,30 Uhr, am Spielplatz.



Beate Schmitt hofft auf das kommende Jahr



Beate Schmitt macht sich indes weiter für einen Martinszug in Mohrweiler stark. Vielleicht könne man ja im nächsten Jahr aus eigener Kraft wieder etwas auf die Beine stellen. Immerhin gebe es ja auch Familien im Ort, die keine Gelegenheit hätten, nach Malberg zu fahren. “Es ist traurig, dass es so weit gekommen ist“.

 




TV: 10. November 2006 / Manfred Reuter

Archiv: Erika Besselich

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 19:55 Uhr
 
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