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Lehrlingswerkstätte 1938 Drucken

Lehrlingswerkstaette-Malberg_1

Die Lehrlingswerkstätte in Malberg wurde feierlich geweiht
23. Oktober 1938

Lehrlingswerkstaette-Malberg_2

Freundlich und hell steht die Lehrwerkstatt ganz nahe am Ufer der Kyll,
hinter sich stolz die breite Front der Burg Malberg

 

 

In Malberg, auf dem Gelände des Eifelwerkes, ist im Laufe des Sommers zur Förderung der fachlichen Ausbildung der Eifeljungen eine Lehrlingswerkstätte gebaut und eingerichtet worden. Die der Lehrlingswerkstätten ist bisher nur in verhältnismäßig geringem Umfange verwirklicht worden. In der Lehrlingswerkstätte werden technisch begabte Jungen im Alter von 14 - 16 Jahren für die Dauer von 2 Jahren gründlich ausgebildet, um dann ihr Lehrzeit in einem Industriewerk zu beenden. Die ersten 3 - 4 Monate arbeiten die Jungen nur am Schraubstock, um die Grundlagen ihres Berufes richtig zu erlernen. Dann kommen sie nacheinander an die Drehbank, Hobelmaschine, Fräsbank und an das Bohrwerk. Die Jungen können in den 2 Jahren so gründlich ausgebildet werden, dass sie die Möglichkeit haben, tüchtige Facharbeiter des Metallhandwerks zu werden. Es werden jedes Jahr 25 Lehrlinge eingestellt. In die Patenschaft für unsere Lehrlingswerkstätte teilen sich die Firmen: Bosel AG in Stuttgart, Fortuna-Spezial-Maschinenwerke in Stuttgart-Cannstatt und das Eifelwerk Malberg (Bosel und Fortuna je 10 und das Eifelwerk 5 Jungen). Die Lehrlinge sind vorher vom Arbeitsamt Trier und Vertretern der betr. Industriewerke geprüft worden. Nach den 2 Jahren in der Lehrlingswerkstätte werden die Lehrlinge von den Firmen übernommen und beenden dort ihre Lehrzeit. Jeder der Jungen hat in dem schönen luftigen und lichthellen Arbeitsraum seinen eigenen Arbeitsplatz und seine eigenen Werkzeuge wie Zirkel, Feilen, Feilenbürste, Lineal u.s.w. Die Lehrlinge stehen unter der Leitung eines Meisters, dem Lehrgesellen zugeteilt sind.


Die feierliche Einweihung fand am Sonntag den 23.Oktober 1938, 11 Uhr auf dem festlich geschmückten Hof der neuen Lehrlingswerkstätte statt. Formationen der Partei und Leute der umliegenden Dörfer fanden sich zur Weihe ein. Als Vertreter des Bauleiters, der zur gleichen Zeit die Lehrlingswerkstätte in Losheim einweihte, war der Bauberufsverwalter Pg. Kraus anwesend. Es sprachen der Vertreter des Arbeitsamtes Trier, Bürkel, dann G. Kraus und zuletzt der Kreisleiter Pg. Jakobs.
Der Ehrung des Führers und den Nationalliedern folgte eine Besichtigung der mustergültigen Werkstätte.

 


Präsentation:
Karl-Heinz Weis

 
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