| Frühjahrs-Konzert 2010 |
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![]() ![]() ![]() Bergüßung ![]() 1 Castles of France Begonnen haben wir den Frühling und damit unseren diesjährigen Konzertabend nicht wie im täglichen TV oft spektakulär, lautstark und gehaltsschwach, sondern vielmehr menschlich zurückhaltend mit einer sanften Brise freier Seeluft. 2 Band Power 3 Tom Jones in Concert Doch einer überragt alle: Tom Jones. Zunächst Staubsaugervertreter, versuchte aber schon 1962 eine Karriere als Sänger mit der Beat-, wo er auch dank seiner Bühnenshow von den Fans den Spitznamen „The Tiger" erhielt. Als Clubsänger tingelte er zunächst durch Wales und ab 1964 durch die Londoner Bars. Die erste Single floppte, doch schon der Nachfolgetitel landete als Nummer 1 in den britischen Charts. Viele Hits folgten. Er sang den Titelsong zu zwei großen Filmen. Auch in Deutschland war er sehr erfolgreich und 1968 mit zweimal auf Platz 1 der deutschen Hitlisten. 2003 wurde Tom Jones in die „Club-Carriere-Enzyklopädie des Erfolges" aufgenommen und 2006 von Queen Elisabeth II. zum Knight Bachelor geschlagen. Im November 2008 veröffentlichte er sein 25. Studioalbum. Tom Jones ist ein Bariton, was ihn aber nicht davon abhält, mit seiner Stimme höhere Tonlagen zu erreichen als die meisten Tenöre. Seine Stimme reicht vom Dis (über dem Contra-C) über fast drei Oktaven bis hin zum D oberhalb des doppelt gestrichenen C. Hat doch wohl außer mir jeder verstanden, oder? Nun wollen wir aber die Musik des Tigers erleben. Genießen wir ein Medley der bekanntesten Hits arrangiert von Frank Bernaerts aus den 60er Jahren mit It's not unusual, Delilah, Green Green Grass of Home, Help Yourself, What's New Pussycat und zum krönenden Finale: Sex Bom. 4 Moment for Morricone Wir erinnern uns an die Eingangsscenen: An einem verlassenen Bahnhof warten drei Männer auf einen ankommenden Zug. Aus diesem entsteigt ein mysteriöser Mundharmonikaspieler, sie versuchen ihn zu erschießen. Der mysteriöse Fremde zieht allerdings schneller und ermordet die wartenden Gangster. Es folgen weitere Auseinandersetzungen um den Ausbau eines Schienennetzes bis zum Pazifik bei denen die Familie des Farmers McBain, der Eisenbahnunternehmer Morton und weitere ums Leben kommen. Der Mundharmonikaspieler fordert den Killer Frank zum finalen Duell auf. Und wiederum zieht der geheimnisvolle Fremde schneller als sein Gegenüber. Dieser enttarnt sich nun und gibt zu, der Bruder des Jungen zu sein, den Frank vor Jahren auf sadistische Weise getötet hat. Cheyenne, der Gefängnisflüchtling, und der Mundharmonikaspieler reiten in die Prärie hinaus, in der finalen Szene verstirbt Cheyenne an den Verletzungen aus dem Zugüberfall. Es überlebt der Mundharmonikaspieler Charles Bronson und die Musik. Ein atemberaubender Film, der sowohl Filmgeschichte wie Musikgeschichte geschrieben hat nun in einer musikalischen Aufbereitung von Johan de Meij, die auch ohne Mundharmonika unter die Haut geht: Moment for Morricone. 5 O Vintinho Der Komponist Francisco Marques Neto ist in seiner Heimat mit einer Reihe von Werken für Bläser hervorgetreten. Seine Rhapsodien und Märsche gehören noch heute zum Repertoire vieler Blasorchester in Portugal. Und sein Gespür für die Klangfarben eines Blasorchesters kommt nicht von ungefähr, denn nach seinem Musikstudium in Porto, war er der geschätzte Klarinettenvirtuose in der Banda da Guarda Nacional Republicana dieser Stadt. Als Dirigent verschiedener Blasorchester im Norden Portugals formte er das Blasmusikleben dieser Region mit. „O Vitinho" ist nicht nur einer der schönsten Märsche aus Portugal, mit ihm wird vielmehr ein neuer Marschtypus nach Mitteleuropa gebracht, wie er bislang hier unbekannt war. Voller Melodien und ohne jegliche Aggressivität steht er so für die beschwingte Heiterkeit Portugals. Hier das musikalische Beispiel dafür. 6 Ross Roy - Jacob de Haan Jacob de Haan schrieb Mitte der 90iger Jahre ein Konzert für das St. Peters College in Brisbaine. Die Uraufführung des Konzertes „ The Wind of Music" in 1997 hatte das Eröffnungsthema „Ross Roy". Es steht als Metapher für die Jahre, die man in der Schule verbringt, wo ja auch die Persönlichkeit eines jungen Menschen nicht unerheblich mitgebildet wird. „Tempo di Marcia" steht für Struktur und Disziplin in der Schule. „The Bright Side of Life" zeigt, dass in der Schule auch Platz für Humor und Lächeln ist. Weitere Themen in langsamen Tempi bringen Stolz, Selbstvertrauen, Liebe, Freundschaft und Verständnis zum Ausdruck. Das Schlussthema erinnert an eine klassische Ouvertüre. Betrachtet man die Schuljahre als Ouvertüre für das weitere Leben, wird man sich immer an sie als ein Monument erinnern. Genießen sie nun ein musikalisches Monument von Jacob de Haan. 7 Eighties Flashback arr. Paul Murtha Michael Jackson ist ein US-amerikanischer Sänger, Tänzer und Entertainer, einer der kommerziell erfolgreichsten Musiker der Welt, sein Hit „Thriller" ist eins der markantesten Stücke. Neben seiner Musikkarriere wurden sein exzentrischer Lebensstil und zwei Anklagen wegen Kindesmissbrauchs international bekannt. Sein früher und mysteriöser Tod war für viele dann keine Überraschung. Cynthia Ann Stephanie "Cyndi" Lauper ist eine US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin. Nach häufigen Schulwechseln gelang ihr der Bildungsabschluss erst im vierten Anlauf. In den 80er Jahren feierte sie trotz eines sehr bewegten Lebens mit vielen Hits internationale Erfolge. Bon Jovi ist eine Rockband aus New Jersey (USA). 2003 feierte die Band ihr 20-jähriges Jubiläum. Die Band, die als Hair-Metal-Band begann, spielt seit den Neunziger Jahren vor allem Mainstream-Rock. John "Joe" Robert Cocker ist ein britischer Rock/Blues-Sänger. Mit einer der rauesten und markantesten Stimmen im Showgeschäft. Seine zappelnden und zuckenden Bühnengebärden, welche er vor dem Mikrofon pflegte, wurden zum Markenzeichen. Anfang der 1970er Jahre bekam Cocker Probleme mit Suchtmitteln jeglicher Art. In den 1980er Jahren ging es bergauf. Mit Up Where We Belong im Duett mit Jennifer Warnes (Platz 1 in den USA) auch Titelsong aus dem Film „Ein Offizier und Gentleman", wurde er mit dem Oscar ausgezeichnet. Survivor ist eine in 1977 gegründete US-amerikanische Rockband. Der große Durchbruch sollte jedoch erst 1982 mit dem Titel Eye of the Tiger kommen, den die Gruppe eigens als Titelsong für den Film Rocky III komponierte. Eye of the Tiger hielt sich insgesamt sieben Wochen an der Spitze der US-Charts, gewann einen Grammy und erhielt eine Oscar-Nominierung. In den Jahren danach wurde der eingängige Song vielfach in der Werbung eingesetzt. Das Arrangement dieser Künstler stellte Paul Murtha zusammen. Wir hören Bearbeitungen der Titel: Thriller, Time after Time, Eye of the Tiger, Up we where belong und You give love a bad name. 8 All night long (Lionel Richie) arr. Thijs Oud Es ist noch gar nicht so lange her, da galt er als so unangesagt, wie man es nur sein kann. Es war die Zeit der gecasteten Plastik – Stars, die mit furchtbaren Verbrechen gegen die Musik Erfolge feierten. Sie alle sind längst vergessen – nicht nur in der Finanzpolitik, auch in der Musik gibt es wieder die Sehnsucht nach solidem Handwerk. Er ist einer, der es beherrscht. Der Profi – Entertainer aus Alabama bietet schlichtweg perfektes Entertainment. Da ist alles vom Feinsten: schicke Lackschuhe, schicke Arrangements. Wenn er zusammen mit seiner fünfköpfigen Band die gut geölte Hitmaschine anwirft, hat man nie das Gefühl von abgespulter Routine. Denn er geht mit Leidenschaft und sichtlichem Spaß ans Werk; er ist mitreisend, charmant und selbst im größten Pathos glaubwürdig" (Münchner Merkur, München, 2009). Wer ist er? Lionel Richie, 1949 in Alabama geboren war ein guter Tennisspieler und begann bereits während seiner Studienzeit seine Musikkarriere, zunächst mit den Commodores. 1982 startete er seine Solokarriere. Am 1. Februar 2007 erhielt er die Goldene Kamera für sein Lebenswerk. Ein Höhepunkt seiner Karriere war der Auftritt bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles. Dort sang Lionel Richie All Night Long vor einem Fernsehpublikum von etwa 2,3 Milliarden Menschen. Wir präsentieren Ihnen nun diesen Titel, den Lionel Richie selbst komponiert und auch den Text dazu verfasst hat im Arrangement von Thijs Oud. 9 Pop and Rock Legends: Elton John arr. Ted Ricketts Die Bearbeitung der bedeutendsten Kompositionen des Arrangeurs Ted Ricketts mit den Titeln „ Crocodile Rock", „Goodbye Yellow Brick Rood", „Candle In The Wind" und „Saturday Nights Are Alright For Fighting" wurde nach einer Spielpause wieder hervorgeholt und eingeübt. Freuen Sie sich mit mir auf einen sehr anspruchsvollen Programmpunkt: Pop and Rock Legends: Elton John. 10 Nena Nun kommen wir auf unserer musikalischen Frühlingsreise endlich zurück nach Deutschland. Ich wette, Sie alle wissen, wer Gabriele Susanne Kerner ist, oder?
Sie wurde 1960 in Hagen geboren. Die zweifache Großmutter brachte insgesamt 6 Kinder auf die Welt und wurde vorvorgestern 50 Jahre alt. So sieht sie heute aus. Und vor allem farbig kennen wir sie alle: Nena. Die Sängerin ist die populärste Frau der deutschen Pop-Geschichte. Mit ihrem Song "99 Luftballons" erlangte sie 1983 den internationalen Durchbruch und schuf zugleich die Hymne der "Neuen Deutschen Welle", die noch heute Kult-Status hat. In den USA, auch in Japan, Israel und Australien verkaufte sich die Single hervorragend. 1984 folgten weitere Hits. Nach dem Come-Back-Album "Wunder gescheh'n" in 1989 kamen 1990 bis 99 zahlreiche Kinder-Alben heraus. Im Jahr 2002 erschien Nenas nächstes Studio-Album und eine weitere Single. Im Juni 2004 wurde Nena im Rahmen des "World Womans´s Award" mit dem "World Artists Award" ausgezeichnet. Im Oktober 2005 veröffentlichte Nena ihre Autobiografie mit dem Titel "Willst du mit mir gehn". Des weiteren ist Nena als Synchronsprecherin aktiv. Zudem schmückt sie die Titelseite des Kataloges eines Versandhauses. Seitdem find ich Otto gut. Mit ihrem stets jugendlichen Auftreten hat sie Fans in allen Altersklassen. So wird unser nächster Beitrag auch alle begeistern. Wir hören in einem Arrangement von Peter Kleine Schaars ein Nena Medley mit den bekannten Hits: 99 Luftballons – irgendwie, irgendwo, irgendwann – Leuchtturm – nur geträumt. 11 Deutschmeister Regimentsmarsch Wilhelm August Jurek
Zum Finale und damit als offiziell letzten Programmpunkt möchten wir Ihnen einen für uns neuen Marsch präsentieren.
An einem Freitag, den 19. März 1893 hatten sich im Ober Sankt Veiter Kasino (in Hietzing bei Wien) etwa zwanzig Offiziere und Soldaten des k.u.k. Infanterie Regimentes Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 mit Korporal Wilhelm August Jurek gemeinsam mit Freunden und Familienangehörigen zu einer Feier eingefunden. Man wollte das freudige Ereignis feiern, dass die Hälfte der Militär-Dienstzeit soeben abgelaufen war und die ersehnte Rückkehr der Soldaten in das zivile Leben bald bevorstand. Auf dem künstlerischen Programm dieses Abends stand unter anderem auch die Vorstellung - eigentlich die „Uraufführung" eines neuen Deutschmeisterliedes. Dieser Marsch war von dem erst 23-jährigen Korporal Wilhelm Jurek komponiert worden (der Einfall kam ihm beim Stempeln der Urlaubsscheine) und wurde von ihm selbst am Klavier gespielt und vom Kameraden Auerböck gesungen. Dieses Deutschmeister-Lied wurde ein voller Erfolg. Schon bei der ersten Wiederholung des Refrains stimmte das Publikum mit ein, dann gab es Jubel und Bravorufe und Auerböck musste immer wieder singen: „Mir san vom ka und ka Infanterie Regiment Hoch- und Deutschmeister Nummero vier." Erst am nächsten Tag - am 20. März um 2.00 Uhr in der früh - verließ man das Kasino und marschierte zurück zur Rennwegkaserne. Die begeisterten Freunde und Familienangehörigen und auch die Soldaten des Deutschmeisterregimentes sangen immer wieder das neue Lied des Korporal Jurek und schon in den nächsten Tagen hatte es sich über ganz Wien verbreitet: Der Deutschmeister Regimentsmarsch. 12 My Way arr. Thijs Oud
Texte: Wilfried Becker Bilder & Präsentation: Karl-Heinz Weis
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 21:27 Uhr |





