| Feuerwehr VG-Fest 2010 |
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![]() ![]() ![]() Landesfeuerwehrverband verleiht hohe Auszeichnung
Am ersten Mai-Wochenende fanden sich viele Besucher in Malberg anlässlich des Verbandsgemeindefeuerwehr- und - Musikfestes, sowie dem 100-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Malberg, zusammen.
In diesem feierlichen Rahmen wurde zum ersten Mal in unserer Region unter Anwesenheit von Verbandsbürgermeister Bernd Spindler, VG Wehrleiter Willi Schlöder und dem Wehrführer Martin Bach die Auszeichnung „Partner der Feuerwehr" an das Trierer Familienunternehmen Holzland Leyendecker verliehen. Die Auszeichnung wurde dem geschäftsführenden Gesellschafter Edwin-Steffen und seinem Mitarbeiter Wolfgang Rütz in diesem feierlichen Rahmen am 02. Mai 2010 von dem Landesfeuerwehrinspektor (LFI) Hans- Peter Plattner und dem Vorsitzenden des Kreis-Feuerwehr-Verbandes Bitburg-Prüm Lambert Hens persönlich verliehen. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Ansprachen: Wehrführer: Martin Bach Sehr geehrte Damen und Herren, werte Kameraden.Ich möchte Sie alle im Namen der Freiwilligen Feuerwehr und des Musikvereins Tell Malberg hier in der Gemeindehalle zum Verbandsgemeinde Feuerwehr und Musikfest begrüßen. Besonders begrüßen möchte ich unseren Bürgermeister Herrn Bernd Spindler, den Ortsbürgermeister Herrn Joachim Schmitt, den Kreisfeuerwehrinspekteur Herrn Manfred Schuler, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Herr Lambert Hens, sowie den Vorsitzenden des Musikvereins Tell Malberg Herrn Wilfried Becker. Neben dem Verbandsgemeindefest, feiert die Feuerwehr Malberg in diesem Jahr Ihr 100 jähriges Bestehen. Lassen Sie mich daher kurz auf die Geschichte der Malberger Feuerwehr eingehen. Erste Aufzeichnungen über gemeinschaftliche Löscharbeiten gehen bereits in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Die Brandbekämpfung war seinerzeit noch nicht organisiert, und im Schadenfall war es die Aufgabe der gesamten Ortsbevölkerung noch größeren Schaden abzuwehren. Vorne an der Bildausstellung finden Sie einen Bericht über ein Schadenereignis in Kyllburg aus dem Jahre 1849. Bereits damals erkannte man die Notwendigkeit nachbarschaftlicher Löschhilfe. Im Jahre 1910 stellte man dann die erste organisierte Feuerwehr in Malberg auf. Aus Anlass der Gründung beschaffte man eine neue Feuerwehrspritze, welche heute noch voll Funktionsfähig ist, und morgen im Rahmen unserer Fahrzeugausstellung besichtigt werden kann. Man konnte damals auf anhieb 50 Mitglieder verzeichnen, welche unter dem Kommando des ersten Brandmeisters Herrn Wilhelm Weis und des Vize-Brandmeisters Herrn Karl Marx standen. Neben dem eigentlichen Feuerwehrdienst betätigte man sich auch in kultureller Hinsicht. Man Organisierte Theaterabende, bunte Familienabende, und wie auch heute noch (wenn auch in abgeschwächter Form) den Kirmes-Montag Umzug. Mit dem zweiten Weltkrieg kam die Aktivität der Malberger Wehr nahezu zum Erliegen. Die französische Kommandantur ordnete 1946 die Aufstellung einer freiwilligen Feuerwehr an, welche aber nur 9 Mann stark sein durfte. Da man aber mindestens 16 Mann für die Bedienung der Pumpe brauchte, führte man die zusätzlichen Mitglieder kurzerhand in einer „schwarzen Liste". Unter widrigen Umständen, und mit großzügiger Unterstützung der Ortsgemeinde wuchs eine neue, tatkräftige Wehr heran, und man konnte sogar die erste Motorspritze anschaffen. 1970 schließlich, stellte man das erste Feuerwehrfahrzeug, ein TSF, in Dienst. Damit wurde die Wehr mobil und wurde nun auch außerhalb von Malberg eingesetzt. Lediglich die Unterbringung des TSF war ein Problem, und Fahrzeug und Gerätschaften mussten an unterschiedlichen Standorten untergebracht werden. Nach langem hin und her ist es wohl dem damaligen Wehrführer Franz Thomaser zu verdanken, das die Feuerwehr Malberg am 23. August 1981 ihr heutiges Feuerwehrhaus beziehen konnte. 1996 gründete man eine „Altersabteilung" und gab den aus Altersgründen ausgeschiedenen Kameraden die Möglichkeit sich weiterhin aktiv in das Geschehen der Feuerwehr einzubringen. Kurze Zeit später rief man das Treffen der Alterskameraden der VG Kyllburg ins Leben. Diese Treffen wurden und werden stets gut angenommen um: „Die guten alten Zeiten" noch einmal Revue passieren zu lassen. Zuletzt im September des vergangenen Jahres hier in Malberg. Im Jahre 2002 wurde die Jugendfeuerwehr im Rahmen des Kirmes-Montag mit 8 Jugendlichen gegründet. Bis heute konnten bereits 5 Jugendliche in die aktive Wehr übernommen werden. Auf drängen des damaligen Wehrführers Johannes Müller begann man 2007 mit einer kompletten Sanierung des Gerätehauses. Die gesamte Fassade wurde saniert, und ein Satteldach aufgesetzt. Wiederum in Eigenleistung entstand das Gebäude in seinem jetzigen Erscheinungsbild. Zudem musste für das in die Jahre gekommene TSF Ersatz beschafft werden. Nach langen Verhandlungen und einer nicht unerheblichen Eigenbeteiligung der Kameraden, konnte schließlich im Mai 2008 auch das neue Fahrzeug in Dienst gestellt werden. Heute versehen 21 aktive Mitglieder, davon 3 Frauen, aus Malberg und Mohrweiler ihren Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr. Hinzu kommen 10 Jugendliche in der Jugendwehr und 6 Kameraden der Altersabteilung. Für die Zukunft wünsche ich mir weiterhin eine gute Kameradschaft und gute Zusammenarbeit für das Wohl der gesamten Bevölkerung. Ihnen allen wünsche ich jetzt einige fröhliche und heitere Stunden beim diesjährigen Verbandsgemeinde Feuerwehr und Musikfest hier in Malberg. Danke! Ortsbürgermeister: Joachim Schmitt
Lieber Martin: Zuerst Danke für Deine Einladung. Ich bin natürlich gerne hier.
An alle eben genannten Würdenträger aber auch an die Besucher: auch von mir ein „Herzliches Willkommen" hier in Malberg im Gemeindehaus. An unsere Gemeinderatsmitglieder Verbandsgemeinderatsmitglieder dem Stadt- und die Ortsbürgermeister, den Vertretern der Gastwehren und Musikvereine: Ein herzliches Hallo allen zusammen. Liebe Gäste! Wir feiern heute 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Malberg. Das VG-Feuerwehr- und Musikfest 2010 bietet hierfür einen feierlichen Rahmen. Es freut mich, dass unsere Wehr mit 18 Männern - aber auch mit 3 Frauen - eine wahrlich wehrhafte Truppe darstellt. Mit ihrem neuen Fahrzeug und dem prächtigen Gerätehaus mit Sozialraum sind sie für ihre Aufgaben gut gerüstet. Bemerkenswert finde ich, dass in der Jugendfeuerwehr - unter der Leitung von Wolfgang Rütz - gezielt und erfolgreich am Nachwuchs für unsere Feuerwehr gearbeitet wird. Hier wird schon früh an der sozialen Einstellung und dem vermitteln von Werten gearbeitet. Und das weg von Computer- und Fernsehbildschirmen, mit Bewegung und frischer Luft. Der freiwillige Einsatz am Aktionstag Saubere Landschaft am 10. April war auch durch die Hilfe der Jugendwehr ein voller Erfolg. Die vergangenen 100 Jahre haben gezeigt: Die Freiwillige. Feuerwehr Malberg ist ein wichtiger und fester Bestandteil unseres Dorflebens! Ohne sie wäre unser Dorfleben erheblich ärmer. An jedem öffentlichen Ereignis, ob Fastnachtsumzug, Kirmes- und Fronleichnamsprozession, Fahrrad-Sonntag oder St. Martin: Immer ist die Wehr zur Stelle, wenn es gilt aktiv mitzuwirken, zu helfen und zu sichern. Wenn Witze über die Vereine gemacht werden (als Musikvereinsmitglied ist mir das gar nicht fremd), dann spotten wir gerne über die berühmt-berüchtigte "Löscharbeit" der Feuerwehr im Sozialraum oder beim Grillfest. Das wird in den anderen Dörfern auch nicht anders sein. Was unsere Feuerwehr aber tatsächlich leisten kann und muss, konnten wir vor etwas mehr als 2 Jahren beim Brand des Hauses Hansen in der Poststraße erleben. Es hat mich sehr nachhaltig beeindruckt zu sehen, wie die jungen Männer mit Atemschutz in das brennende Haus einrückten um größeren Schaden zu vermeiden, während andere -teilweise vom hohen Leiterwagen - die umliegenden Häuser sicherten. Getreu dem Leitspruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"! Setzen sie das oft Geübte erfolgreich um und haben Schlimmeres vermieden. Für die Zukunft wünsche ich unserer Wehr alles Gute und ihren Verantwortlichen – allen voran dem Wehrführer Martin Bach - eine glückliche Hand bei der Führung und Nachwuchsarbeit. Wo nur möglich, sollten wir als Dorfgemeinschaft unsere Wehr immer unterstützen. Ich bin sicher, dass auch in finanzieller Hinsicht diese Fest dazu beitragen wird. Danke! Wehrführer: Martin Bach
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich begrüße Sie alle herzlich an diesem Kirmes-Montag hier in der Gemeindehalle. Nach guter alter Tradition ist es die Aufgabe des Wehrführers am Kirmes-Montag ein Grußwort an Sie zu richten. In diesem Jahr ist es mir mehr Ehre der Aufgabe dies zu tun. 100 Jahre Feuerwehr Malberg ist schon ein besonderer Anlass. Vorweg möchte ich mich aber erst einmal bei unserem Musikverein herzlich bedanken. Ihr habt euch jetzt mal einen tollen Applaus verdient. Nicht nur, dass der Musikverein uns gestern und heute mit ihrer tollen Musik begleitet hat. Sie haben uns bei den Vorbereitungen und der Organisation sehr geholfen. Dafür herzlichen Dank! Ihr könnt euch sicher sein, das sich die Malberger Feuerwehr dafür noch revanchiert. Ja, 100 Jahre besteht nun die Feuerwehr Malberg bereits. Eine lange und bewegte Zeit, in der sich nicht nur das Einsatzspektrum, sondern die gesamte Struktur erheblich verändert hat, und sich in Zukunft wohl auch noch weiterhin ändern wird. Über den Wandel der Zeit konnten Sie sich ja bereits in den vergangenen Tagen und der Fotoausstellung informieren. Jetzt gilt es die Zukunft anzupacken und den Blick nach vorne zu richten, ohne dabei die Leistungen der Vergangenheit zu vergessen. Und das beziehe ich nicht alleine auf die Feuerwehr Malberg. Sind wir nicht alle ein Stück Musikverein, Theatergruppe, Feuerwehr? Sind wir nicht alle Malberg? Toleranz und Engagement sind nur 2 Grundfeste einer Gesellschaft. Das „Wir" hat uns in der Vergangenheit stark gemacht, und ich glaube nur das „Wir" kann unsere Zukunft sein. Nur dann haben wir die Möglichkeit noch weitere so schöne Feste und Jubiläen zu feiern. Uns allen wünsche ich jetzt noch ein paar schöne und unterhaltsame Stunden hier in der Gemeindehalle an diesem Kirmes-Montag, und wünsche schon jetzt einen guten Appetit. Vorne können sie sich jetzt die traditionelle Erbsensuppe abholen. Wir haben eine Spendenkasse aufgestellt, und der Erlös wir dazu verwendet, eine neue Böllerkanone anzuschaffen. Die alte Kanone ist leider defekt und muss ersetzt werden. Auszug aus dem „Gemeinderats – Beschlussbuch"
Am 08.08.1849 ereignete sich ein Brand in Kyllburg, an dessen Löschung sich der Nachbarort Malberg durch Ausleihen der bereits in der Chronik erwähnten Ledereimer beteiligte.
Chronik der Freiwilligen Feuerwehr MalbergWie es kam, dass die Brandeimer beschädigt wurden und abhanden kamen, und wie sich die Malberger aus nachbarschaftlicher Freundschaft damit zufrieden gaben, nur einen Teil des entstandenen Schadens von Seiten der Kyllburger ersetzt zu bekommen, davon zeugt das nachfolgende, von Frau Bettina von Oppel übersetzte Protokoll aus dem Januar 1850. Gemeinderats – Beschlussbuch den 13. Januar 1850 Auf die spezielle Einladung an sämtliche Gemeinderats Mitglieder, sind zur heutigen Sitzung erschienen: 1. Der Bürgermeisterei – Verwalter v. Veyder Vorsitzender 2. Elsen 3. Colles 4. Ersfeld 5. Kleifges 6. Hösin 7. Becker 8. Fögin 9. Mohr 10. Labbe Der den Vorsitz führende Bürgermeisterei – Verwalter stellt dem Gemeinderat vor, dass durch Verfügung des königlichen Landrats Herrn Sprenger Hochwohlgeboren zu Bitburg vom 27. Dezember 1849 No 1200, der Rat zu vernehmen sey ob derselbe auf die Restituierung der in Folge des am 8. August d. Jahres in Kyllburg ausgebrochenen Brandes durch die Reparatur der beschädigten Feuerlöschgerätschaften verursachte Kosten Ansprüche mache. Der Rat in Erwägung, dass die Gemeinde arm ist und folglich die durch besagten Brand nötig gewordenen Reparaturkosten nicht allein zu tragen vermag, beschließt seine Ansprüche auf Erstattung der fraglichen Kosten geltend zu machen, und dies um so mehr weil dieselbe 30 Thaler 18 Silbergroschen betragen. Die in Folge abhanden gekommenen Brandeimer sollen von der Gemeinde Kyllburg ersetzt werden. Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben Folgt: Unterschriften In Folge vernehmlicher Verfügung des königlichen Landrats – Amtes zu Bitburg vom 19. Januar d. J. No 532 versammelte sich der Gemeinderat zur Beschlussnahme wegen der von der Gemeinde Kyllburg zu restituierenden Kosten für Reparierung respektive Ersetzung von Löschgerätschaften welche Kosten durch den vom 8. Augustus zu Kyllburg ausgebrochenen Brand verursacht wurden. Aus der Gemeindekasse von Malberg wurde (ge)zahlt: 1. An Niclas Niederprüm von Arbeitslohn für Brandeimer 13.18 Es sind noch zu zahlen: 2. An den Rathgeber Joseph Gores von Malberg laut Anweisung vom 17. September 1849 15.20 3. An den Krämer Anton Labbe von Malberg laut Anweisung vom selben Tage 1.13 Total 30.18 Die hiesige Gemeinde wurde demnach zu einer Ausgabe von 30 Rhal. u. 18 Sgr. genötigt, jedoch aus nachbarschaftlicher Rücksicht beschließt der Rath mit 25 Thaler zufrieden zu sein, so dass die Gemeinde Kyllburg nur diese Summe zu restituieren hat, und in Bezug auf die abhanden gekommenen Brandeimer wird ferner beschlossen, mit der Ersetzung durch 9 wieder brauchbare Eimer sich begnügen zu wollen. Die besondere Schreibweise ist der damaligen Zeit entsprechend und ist nicht auf mangelnde Rechtschreibkunst des Verfassers zurückzuführen. Was allerdings mit dem Fehlbetrag* in Höhe von 67 Sgr. geschehen ist, konnte nicht mehr zurückverfolgt werden. Bereits im Jahre 1870 besaß die Gemeinde Malberg eine Feuerwehrspritze. Diese war klein gehalten, und konnte nur von Hand bedient werden. Eine dazugehörige, organisierte Feuerwehr gab es aber noch nicht. Vielmehr wurde im Ernstfall von der gesamten Dorfbevölkerung das Feuer gelöscht. Doch ein bereits aus dem Januar 1850 stammendes Protokoll aus dem „Gemeinderats – Beschlussbuch" gibt einen Hinweis auf bestehende Ausrüstung zur Brandbekämpfung. Demnach ereignete sich am 08.08.1849 ein Brand im benachbarten Kyllburg, an dessen Bekämpfung auch die Gemeinde Malberg durch das Ausleihen von so genannten Brandeimern (Ledereimer) beteiligt war. Im Jahre 1910 kam es dann nach langer Beratung über die Bedeutung und den Nutzen einer Feuerwehr zwischen dem damaligen Amtsbürgermeister und dem Ortsvorsteher zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Malberg. Als erster Brandmeister wurde Herr Wilhelm Weis, und als „Vize – Brandmeister" Herr Karl Marx gewählt. Die Feuerwehr war aufgegliedert in: - eine Steigerabteilung (8 – 12 Mann) - eine Spritzenabteilung (18 – 20 Mann) - eine Hydrantenabteilung - eine Ordnungskolonne - eine Sanitätskolonne Aus Anlass der Gründung wurde auch eine neue Feuerwehrspritze angeschafft, welche noch heute existiert und bei der Fahrzeugausstellung besichtigt werden kann. Zu Beginn des ersten Weltkrieges 1914 musste die Feuerwehr ihre Helme für Kriegszwecke abliefern, und die aktive Tätigkeit begann erst nach dem Krieg im Jahre 1922 wieder. Es waren auf Anhieb 65 Mitglieder zu verzeichnen. Neben der Brandbekämpfung begann man sich nun auch in kultureller Hinsicht zu betätigen. Es gab Theaterabende, fröhliche Familienabende und, wie auch heute noch, den Kirmes – Montag – Umzug. 1932 erhielt die Feuerwehr Malberg den Auftrag, das Kreisfeuerwehrverbandsfest auszurichten. Mit dem zweiten Weltkrieg kam die Aktivität der Freiwilligen Feuerwehr nahezu zum Erliegen. Die meisten Wehrmänner wurden zum Kriegsdienst eingezogen, und die wenigen verbliebenen erfüllten Ihren Auftrag unter schwierigsten Umständen so gut wie möglich. Auf Anordnung der französischen Kommandantur musste die Gemeinde Malberg 1946 wieder eine freiwillige Feuerwehr aufstellen. Diese durfte aber nur max. 9 Mann stark sein. Dieser Umstand wurde zu einem Problem, da die Handdruckspritze mit mind. 16 Mann bedient werden musste. Die zusätzlichen Männer hat man kurzerhand in einer „schwarzen Liste" geführt. Unter Führung des damaligen Brandmeisters Herrn Nikolaus Deges wurde verloren gegangenes Schlauchmaterial und neue Uniformen beschafft. Es wuchs wieder eine tatkräftige Wehr heran und man konnte sogar mit Unterstützung der Gemeinde die erste Motorspritze anschaffen. Um einer möglichst vollkommenen Brandbekämpfung gerecht zu werden, erhielt die Feuerwehr von der Gemeindevertretung zusätzlich eine zweite Motorspritze (ebenfalls eine TS 6) mit neuem Geräteanhänger. Im Juni 1966 findet der Amtsfeuerwehrtag des Amtes Kyllburg in Malberg statt. Karl Mohr wird zum Amtsbrandmeister ernannt, und damit steht ein Feuerwehrkamerad aus Malberg an der Spitze der Feuerwehren der VG Kyllburg. Im März 1970 erhielt die Wehr ihr erstes motorisiertes Fahrzeug, ein TSF mit Motorspritze TS 8, welches am 22.03.1970 die kirchliche Weihe erhielt. Innerhalb und außerhalb Malbergs konnte die Feuerwehr nun binnen kürzester Zeit am Brandherd sein, um das Feuer zu bekämpfen. So weit, so gut! Weniger gut stellte sich die Unterbringung der Geräte dar. Ein Teil der Gerätschaften lagerte im Schuppen unterhalb der Lehrerdienstwohnungen im Schulgebäude. Das neue Fahrzeug musste aufgrund der zu niedrigen Einfahrt in der Scheune gegenüber Haus Dreiser – Gores in der Schlossstrasse geparkt werden. Keine gute Lösung, aber die einzige die sich damals bot. Derweil ging die Suche nach einem geeigneten Standort für ein modernes Gerätehaus mit Mannschafts- und Schulungsraum weiter. Nach unermüdlichem Bemühen des damaligen Wehrführers Franz Thomaser konnten im Juli 1979 die Bauarbeiten endlich ausgeschrieben- und mit dem Bau begonnen werden. Durch unzählige Arbeitsstunden der Wehrmänner entstand das heutige Feuerwehr Gerätehaus. Am 01. Juli 1981 konnte die Feuerwehr Malberg ihr neues Heim beziehen. Der Schulungsraum wurde ebenfalls in Eigenleistung durch die Feuerwehrmänner ausgebaut. Schließlich konnte man das neue Gebäude am 23. August 1985 feierlich einweihen. Im Frühling 1989 musste das vor 19 Jahren angeschaffte TSF ersetzt werden. Ersatz, ebenfalls ein TSF, erhielt man von der Freiwilligen Feuerwehr Burbach. Dort wurde ein Wasserführendes Fahrzeug stationiert und das vorhandene Fahrzeug nach Malberg verlegt. Im Jahr 2000 feierte die Feuerwehr Malberg im Rahmen des Verbandsgemeindefeuerwehrfestes ihr 90-jähriges Bestehen. Am Kirmes – Montag 2002 gründete man die Jugendfeuerwehr Malberg, der heute 10 Mädchen und Jungen angehören und bereits 5 Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die Einsatzwehr übernommen werden konnten. 2007 begann die Freiwillige Feuerwehr Malberg mit einer grundlegenden Sanierung des Feuerwehrhauses. Es wurde ein Satteldach aufgesetzt, die Außenwände isoliert und saniert. Erneut wurde in Eigenleistung ein hervorragendes Ergebnis erzielt, und der sanierte Bau passt sich nun noch besser ins Bild der Ortsgemeinde Malberg ein. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle aber auch der Verbandsgemeindeverwaltung Kyllburg und besonders dem damaligen Wehrführer Johannes Müller. 2007 ergab es sich erneut, dass das nun bereits 28 Jahre alte Fahrzeug nicht mehr Verkehrssicher war. Diesmal wurde ein neues Fahrzeug, wieder ein TSF, von der Firma Hartz in Bitburg angeschafft. Diese Anschaffung konnte nur durch einen nicht unerheblichen Betrag aus der Kameradschaftskasse der Malberger Feuerwehr verwirklicht werden. Anlässlich der Kirmes im Mai 2008 wurde das neue Fahrzeug und das sanierte Feuerwehrgebäude seiner Bestimmung übergeben. Heute sind 21 Feuerwehrleute, davon 3 Frauen, aus Malberg und Mohrweiler in der Freiwilligen Feuerwehr Malberg aktiv. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Bilder: Rudi Höser - Martin Bach - Karl-Heinz Weis Texte: Kyllburger Waldeifel Präsentation: Karl-Heinz Weis
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 16:28 Uhr |










Sehr geehrte Damen und Herren, werte Kameraden.



